Ferienfreizeit

Wenn einer eine Reise tut…
Internationale Messdiener Rom-Wallfahrt 2018


Am Sonntag, dem 30.07. trafen wir uns gegen 15:30 Uhr auf dem Parkplatz des Schulzentrums in Bernkastel-Kues. Einige waren schon viel früher da, andere mussten noch mal schnell zurück nach Morbach, weil sie was vergessen hatten. Als alle da waren, auch der zweite Bus (Bernkastel ist wohl im Saarland nicht so bekannt) wurde schnell alles Gepäck verstaut, alle Pilgerhefte und Strohhüte verteilt. Um 16 Uhr fuhren wir los und begaben uns auf die abenteuerliche Reise nach Rom.
Abenteuerlich auch deshalb, weil uns zunächst eine kostenlose Saarland-Rundfahrt erwartete und wir seltsamerweise in Kolonne mit der Pfarreiengemeinschaft Schweich fuhren, wohingegen der zweite Bernkasteler Bus zügig vor ran kam und dann auch 2-3 Stunden vor uns in Rom war. Wir Morbacher fuhren zusammen mit der Pfarreiengemeinschaft Bernkastel-Kues und Kröv. Es gab einen gemeinsamen Reisesegen, bei dem wir dann auch den Kaplan aus Bernkastel Marcel Rieck kennenlernen konnten. Wir sangen viel und machten oft Rast, unter anderem in Frankreich und der Schweiz. Im Bus gab es eine Klimaanlage, ohne diese wäre die Fahrt nicht auszuhalten gewesen. Wir fuhren viele Stunden und dachten schon fast wir kämen gar nicht mehr an. Nach dem Fahrerwechsel und einer Rast in der Schweiz schliefen die meisten von uns ein und wachten erst wieder in Italien auf. Als wir endlich gegen Mittag in unserem Hotel ankamen, konnten wir leider noch nicht in unsere Zimmer. Also hieß es Koffer abstellen, etwas frisch machen und ab in die Stadt. Wir aßen unsere erste Pizza mit Blick auf den Petersdom und fuhren Metro. Dann ging es zum Eröffnungsgottesdienst nach St. Paul vor den Mauern. Die Kirche liegt etwas außerhalb, ist riesengroß und an den Wänden hängen die Bilder aller Päpste. Den Gottesdienst feierten wir zusammen mit allen 1800 MessdienerInnen des Bistums Trier. Zurück im Hotel bezogen wir unsere Zimmer und aßen zu Abend.
Ausgeschlafen ging es am nächsten Morgen nach einem tollen Frühstück los in die Stadt. Dieses Mal zusammen mit den Jugendlichen der Pfarreiengemeinschaft Monzelfeld. Unser Philipp übernahm die Reiseleitung, er zeigte und erklärte uns zusammen mit Gerlinde den Circus Maximus, das Schlüsselloch in der Nähe von Santa Sabina, den Mund der Wahrheit (alle haben ihre Hand behalten und ein schönes Erinnerungsfoto gemacht), die Legende von Romulus und Remus, das Forum Romanum und vieles mehr. Wir konnten uns gar nicht alles behalten. In der Kirche Santa Sabina haben wir zusammen gesungen und gebetet, das war schön. Nach einer kurzen Mittagspause auf der Piazza Navona trafen wir uns an der Engelsburg mit allen anderen aus dem Dekanat Bernkastel und machten uns gemeinsam auf den Weg zum Highlight unserer Reise, der Papstaudienz.
Um 15 Uhr gingen wir dann  Petersplatz. Das lange Warten in der prallen Sonne nahm nach ca. 2 Stunden ein Ende. Als wir unsere Plätze erreicht hatten, kühlten wir uns mit Hilfe der vatikanischen Feuerwehr, welche mit Schläuchen alle Nass machten ab. Nun war es soweit, wir stellten uns direkt an die Absperrung. Der Papst fuhr mit seinem Papa Mobil und einigen Bodyguards durch die Menschenmengen hindurch. Wir hatten die Gelegenheit ganz nah dabei zu sein. Nach seinem Bad in der Menge hielt der Papst noch einen Gottesdienst, von dem wir leider nichts verstanden, weil alles auf Latein, Spanisch und manches noch auf Französisch und Englisch war, leider nix auf Deutsch. Nach dem Segen des Papstes machten wir uns auf den Weg zu einem Restaurant in der Nähe. Dort erwartete uns ein 3 Gänge Menü und anschließend betrachteten wir den Petersplatz bei Nacht.
Mittwoch: Wir begannen den Tag mit einem ausgewogenen Frühstück, bereits um 9 Uhr fuhren wir mit der U-Bahn zum vatikanischen Museum. Dort lernten wir einiges über den Papst und die katholische Kirche. Auch die Transportmittel der Päpste wurden dort ausgestellt. Von den ersten Sänften, über Kutschen bis hin zum heutigen Papa Mobil. Der Besuch im Museum endete in der Sixtinischen Kapelle, dort werden die Päpste gewählt. Das Highlight des Tages war die Kuppel des Petersdoms. Nach über 500 Stufen konnten wir ganz Rom von oben betrachten. Unter anderem den Garten des Papstes. Auch den Petersdom besichtigten wir an diesem Tag von innen. Im Keller des Doms waren einige Gräber der verstorbenen Päpste zu sehen. Man konnte auch erkennen, dass der Petersdom im Gegensatz zu anderen Kirchen sehr groß ist. Nachdem dies vorbei war trafen wir uns an der Spanischen Treppe zu einem Blinddate. Wir tauschen uns mit Jugendlichen aus dem Bistum Würzburg aus, stellten uns gegenseitig Fragen, sangen und beteten zusammen. Danach ging es zurück zum Hotel. Nach einer wohlersehnten Dusche gab es im Hotel Abendessen. Anschließend trafen wir uns am Pool und unterhielten uns über die kommenden Tage, besprachen unsere Erlebnisse und unterhielten uns über die Höhepunkte der Fahrt.
Donnerstag: Schon um 7:15 Uhr frühstückten wir und machten uns anschließend gemeinsam mit allen anderen Jugendlichen des Dekanates auf den Weg zur Kirche Santa Maria Maggiore. Dort hielt der Kaplan eine Messe. Wegen des warmen Wetters wurde einigen schlecht, uns Morbachern ging es aber die ganze Zeit gut. Den restlichen Vormittag verbrachten wir mit Sightseeing. Wir besuchten das Pantheon, den Trevi Brunnen, die Spanische Treppe, … Danach teilten wir uns in Kleingruppen auf und machten eine ausführliche Mittagspause. Später fuhren wir dann mit Bus und U-Bahn zurück zum Hotel. Einige von uns war das noch nicht genug Kultur, sie besuchten, während wir im Hotel chillten, noch die Engelsburg. Wir hatten dann Freizeit. Einige nutzten dann endlich mal den Pool, andere schliefen sich aus, da die Nächte immer ziemlich kurz waren. Auch die Koffer mussten schon wieder gepackt werden. Nachdem dies erledigt war, trafen wir uns alle wieder zum Abendessen. Danach machten wir uns noch einmal auf den Weg in die Stadt, um diese bei Nacht anzuschauen. Wir besichtigen die hell erleuchtete spanische Treppe und den Trevi Brunnen. Dann fuhren wir mit der U-Bahn zu einer Bar in der Nähe des Hotels und ließen dort anschl. in der Hotelbar den Abend ausklingen.
Freitag. Der letzte Tag lag noch vor uns. Nach dem Frühstück um 8:30 Uhr machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Wir feierten zusammen mit den anderen Jugendlichen unseres Bistums und unserem Bischof Dr. Stephan Ackermann einen Abschlussgottesdienst in Sankt Paul vor den Mauern. Als Rückblick wurden Videos der vergangen Tage gezeigt. Die einzige berühmte Sehenswürdigkeit, die wir uns noch nicht angeschaut hatten, war das Kolosseum, weshalb wir uns nach dem Gottesdienst auf den Weg dorthin machten. Wir drehten eine Runde um das Amphitheater und blinzelten an verschiedenen Stellen hinein. Danach war Zeit zur freien Verfügung um die letzten Mitbringsel und Erinnerungssouveniers zu shoppen und etwas zu essen. Auf der Rückfahrt zum Hotel machten wir noch einen kurzen Stopp im Supermarkt, um uns Proviant für die Heimreise zu kaufen. Gott sei Dank kam heute endlich mal der Bus der uns fast bis vor das Hotel fuhr, so dass wir nicht noch einmal den langen Bergweg zwischen U-Bahn und Hotel auf uns nehmen musste. Nach dem wir uns im Hotel kurz frisch gemacht hatten gab es Abendessen. Danach ging es relativ zügig zum verladen der Busse. Die Stimmung war von Beginn an gut. Das kam wohl aus einer Mischung von Vorfreude auf Zuhause und dem Abschied von Rom. Man merkte, dass auch untereinander die Gemeinschaft mit den anderen Pfarreiengemeinschaften besser geworden war. Es wurden unzählige Lieder mit Gitarrenbegleitung gesungen, bis es fast schon dunkel war und wir nichts mehr sahen. Langsam aber sicher fing der gesamte Bus an zu schlafen und es kehrte Ruhe ein, denn jedem steckten die schönen aber dennoch sehr anstrengenden Tage in den Knochen. Nach 3 Stunden wurden wir unsanft vom Busfahrer geweckt, der zur Pause (am Comer See) das Licht anmachte und uns alle raus schickte. Es folgten Stunden der Ruhe, selbst den Fahrerwechsel um 5:45 Uhr hat kaum einer mitbekommen. Der Bus erwachte erst wieder bei einer morgendlichen Rast. Es folgten noch einmal Lieder, Gesang und gute Laune. Mittlerweile freute sich jeder auf Zuhause. Bei der Ankunft in Bernkastel folgte die große Verabschiedung. Alle freuen sich auf das Nachtreffen und spüren immer noch ein bisschen den Flair der Ewigen Stadt.
Statements unserer Jugendlichen nach der Wallfahrt:
- Es war eine besondere Begegnung mit Gott und anderen Menschen in einer besonderen Stadt
- Die Wallfahrt fand ich schön, trotz vielen Laufens bei über 30 Grad. Wir haben viele Sehenswürdigkeiten gesehen.
Die Höhepunkte waren: die Begegnung mit dem Papst und der Blick von der Kuppel des Petersdoms.
 
Benedikt, Anna-Lena, Vera, Sina, Julia, Melina, Emely, Sina-Mira, Philipp, Anna, Maxi, Gisela und Gerlinde

 

Bericht mit Bildern:

Messdiener Rom Wallfahrt - Bericht - Teil 1.pdf

Messdiener Rom Wallfahrt - Bericht - Teil 2.pdf

 

 

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