Verwal­tungs­teams sind Organe der Kirchen­gemeinde mit Mandat und Budget. Die ersten Verwaltungs­teams einer neuen Pfarrei bilden sich aus den jetzigen Verwaltungs­räten und Kirchen­gemeinde­räten heraus. Drei Mitglieder müssen zusammen­kommen, damit die Mindest­größe für ein Verwaltungs­team erreicht ist. Sie erhalten nach Wunsch und Absprache vom Leitungs­team ein Mandat und ein dazu passendes Budget und werden dann vom ersten Rat der Pfarrei für die Übergangs­zeit von zwei Jahren bestätigt.

Die Übernahme von Aufgaben im Verwal­tungs­bereich ist in der Regel verbunden mit der Verwaltung von Geldern und der Abwicklung von Geschäften. Deshalb ist es ein Anliegen, dieses ehren­amtliche Enga­gement rechts­verbind­lich zu regeln. Das schafft für alle Beteiligten Sicherheit und gewähr­leistet Verbind­lichkeit.

Die Rahmen­bedingungen

  • Das Verwaltungs­team ist ein Organ der Kirchen­gemeinde. Damit verbunden ist das Recht, im Rahmen des Mandats und des Budgets eigen­ständig zu arbeiten, aber auch die Pflicht, die über­nommenen Aufgaben zu erfüllen.
  • Das Verwaltungs­team erhält ein Mandat, das ihm vom Leitungs­team erteilt wird. Das Mandat umfasst eine „Auftrags­beschreibung“. Die darin enthaltenen Aufgaben werden vom Verwaltungs­team vorgeschlagen und mit dem Leitungs­team abgestimmt.
  • Das Verwaltungs­team erhält ein Budget, das Teil des Haus­halts­plans der Kirchen­gemeinde ist. Das Budget soll es dem Verwaltungs­team ermög­lichen, die Aufgaben seines Mandats zu erfüllen.

Häufige Fragen und Antworten

Mitarbeit im Verwaltungsteam

Macht ein Verwaltungsteam genau das Gleiche wie vorher der Verwaltungsrat? 

Bisher waren Verwaltungs­räte oder Kirchen­gemeinde­räte für die Vermögens­verwaltung der Kirchen­gemeinden in einem umfassenden Sinn zuständig und verant­wortlich. Ein Verwaltungs­team kann sein Aufgaben­paket aus diesem Bereich wählen. Es kann aber auch Aufgaben geben, die darüber hinausgehen. Das Verwaltungs­team kann so mit dem Leitungs­team das Aufgaben­paket besser an die Interessen und Möglich­keiten anpassen. Die Gesamt­steuerung der Vermögens­angelegen­heiten einer Kirchen­gemeinde liegt beim Rat der Pfarrei.

Verwaltungs­teams können zum Beispiel (aber nicht nur)

  • für den Unterhalt und die Pflege von Kirchen und Kapellen sorgen
  • den „kleinen Bauunterhalt“ für Gebäude organi­sieren
  • geplante und genehmigte Baumaß­nahmen betreuen
  • Liegen­schaften verwalten (Vermietung und Verpachtung)
  • das Kollekten­management für bestimmte Kirchen übernehmen
  • Fundraising­maßnahmen planen und durch­führen

und jeweils die zugehörigen Kosten­planungen für den Haushalt der Pfarrei erstellen.

Im Übergang werden Verwaltungs­teams häufig aus Verwaltungs­räten oder Kirchen­gemeinderäten der jetzigen Kirchen­gemeinden hervorgehen (vgl. § 28 KVVG 2020). Sie können aber auch auf Initiative von Personen zustande­kommen, die sich an der Vermögens­verwaltung beteiligen möchten, oder auf Initiative des Leitungs­teams, das Verant­wortliche für bestimmte Aufgaben sucht. Das Verwaltungs­team besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Aus den Mitgliedern wählt das Team drei Personen, die als Vertretung nach außen fungieren.

Die Mitglieder eines Verwaltungs­team einigen sich darüber, welche Aufgaben sie über­nehmen möchten. Dann stimmt sich das Verwaltungs­team mit dem Leitungs­team darüber ab. Das Mandat wird dann schriftlich dokumentiert. Dazu wird es Muster­vorlagen geben. Der Rat der Pfarrei muss das Verwaltungs­team bestätigen.

Jedem Verwaltungs­team wird ein zu seinem Mandat passendes Budget zugewiesen. Im Rahmen seines Mandates hat es nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, anstehende Aufgaben aus seinem Budget eigen­verant­wortlich zu bewältigen. Die Bezahlung von Rechnungen und die Erstattung von Auslagen erfolgt über die Verwaltung der Kirchen­gemeinden.