Die Pfarrei der Zukunft ist zu denken von den „Orten von Kirche“ her. Sie sind auch Basis der Gremienstruktur.

Die Orte von Kirche entsenden Delegierte in die Synodalversammlung. Dort vertreten Engagierte ihren Ort von Kirche und arbeiten – zusammen mit dem Leitungsteam, den pastoralen Mitarbeitern / Mitarbeiterinnen, den Delegierten aus Mitarbeitervertretungen und Verwaltungsteams – an gemeinsamer Willensbildung und Entscheidungsfindung.

Die Synodalversammlung wählt zehn Mitglieder des Rates der Pfarrei; weitere zehn Ratsmitglieder wählen alle Wahlberechtigten in der Pfarrei in direkter Wahl (vgl. PGO § 14). Im Rat der Pfarrei wirken die gewählten Vertreterinnen und Vertreter der Pfarrei, das Leitungsteam und berufene Mitglieder in pastoralen Fragen und in der Vermögensverwaltung zusammen. Der Rat steht für die strukturelle Umsetzung des synodalen Prinzips auf der Ebene der Leitung der Pfarrei und der Kirchengemeinde.

Die Synodalversammlung soll nun zweimal jährlich tagen; sie wirkt zum einen in die vielfältigen Orte von Kirche hinein, indem sie die netzwerkartigen Interaktionen und Beziehungen der einzelnen Orte von Kirche untereinander fördert; dabei wird sie unterschiedliche Sozialräume und Lebenswelten in den Blick nehmen.

Die Synodalversammlung nimmt aber auch Einfluss auf die strategische Entwicklung der Pfarrei. Denn sie sammelt die Anliegen der Orte von Kirche, erarbeitet Schwerpunkte für das pastorale Handeln der Pfarrei und leitet ihre dazu gefassten Beschlüsse dem Rat der Pfarrei zur weiteren Bearbeitung zu.

Die Beschlüsse der Synodalversammlung haben den Charakter von richtungweisenden Empfehlungen; diese werden der Pastoralkammer (und ggfs. dem Rat der Pfarrei) zur weitergehenden Entscheidung vorgelegt.