Ein Rat mit zwei Kammern

  • Es gibt zwei Kammern: eine Pastoral­kammer und eine Vermögens­kammer. Damit können die ehren­amt­lichen Mitglieder sich entscheiden, ob sie eher an den pastoral-inhalt­lichen Themen arbeiten wollen (Pastoral­kammer) oder eher an den wirt­schaft­lichen Fragen (Vermögens­kammer).
  • In der Pastoral­kammer sollen zwanzig gewählte Personen mitwirken, zwei weitere Mitglieder können berufen werden. In die Vermögens­kammer werden zehn Personen gewählt.
  • Die Kammern haben klare Schwer­punkt-Bereiche. In der Pastoralkammer geht es um die pastorale Ausrichtung der Pfarrei: um die Verkün­digung der Botschaft Jesu Christi in Wort und Tat, um die Feier des Glaubens im Gottes­dienst und den Dienst am Nächsten; um Liturgie, Katechese, sozial-caritative Fragen und die Förderung und Vernetzung der vielen Orte von Kirche. Diese Themen fließen zusammen in der Beschäf­tigung mit dem Rahmen­leitbild für die Pfarrei. In der Vermögens­kammer geht es um die Aufsicht über das Leitungs­team in Vermögens­angelegen­heiten, um die Zustimmung zu bestimmten Rechts­geschäften und Rechts­akten und um die Ent­wicklung einer mittel­fristigen Finanz­planung.
  • Die bislang prakti­zierte und von den Gremien sehr geschätzte Leitung des pastoralen Gremiums durch Laien wird auch im neuen Gremien­modell fort­gesetzt: die Pastoral­kammer wird von einem ehren­amtlichen Laien oder einer Laiin geleitet. Die Vermögens­kammer leitet, wie das bereits in den heutigen Verwaltungs­räten bzw. Kirchen­gemeinde­räten der Fall ist, der Pfarrer.

Das Zwei-Kammer-Modell: seine Aufgaben

Im neuen Gremien­modell ist vorgesehen, dass es neben den Einzel­aufgaben jeder Kammer gemein­same Aufgaben gibt, die beide Kammern nur in gemein­samer Sitzung bearbeiten können: Wo beide Kammern zusammen­arbeiten, bilden sie den Rat der Pfarrei.

  • Der Rat der Pfarrei sorgt für eine mittel- und lang­fristige finan­zielle Planung. Dazu gehört auch die jährliche Haus­halts­planung.
  • Der Rat der Pfarrei entscheidet über die pastoralen Schwer­punkte im Zusammen­hang mit den wirtschaft­lichen Rahmen­bedingungen. Hier fließen Voten, Vorgaben und Vorar­beiten aus beiden Kammern ein.
  • Der Rat der Pfarrei wählt die ehren­amtlichen Mitglieder des Leitungs­teams.

Wahl zum ersten Rat der Pfarrei

Der erste Rat der Pfarrei kommt anders zustande als die späteren, weil es bei der Errichtung der neuen Pfarrei noch keine Synodal­versammlung gibt und keine direkte Wahl durch­geführt werden kann. Die beiden Kammern des ersten Rates der Pfarrei werden durch eine Wahl­versamm­lung gewählt. Die Wahl­versamm­lung besteht aus den stimm­berechtigten Mit­gliedern der jetzt (bis Ende 2019) amtierenden Pfarr­gemeinde­räte, Pfarreien­räte, Kirchen­gemeinde­räte und Verwaltungs­räte.