Das Synoden-Abschlussdokument „heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen“ hat für das Bistum Trier das Leitbild einer missionarisch/diakonischen Kirche entwickelt. Sie hat dabei eine Vision beschrieben und zugleich einen Auftrag für die Ortskirche von Trier formuliert mit Hilfe von vier Perspektivwechsel.  

Die vier Perspektivwechsel

Die Kirche will entschieden an der Seite der Menschen stehen und vom Einzelnen her denken (Perspektivwechsel eins). Sie will bewusst von den Charismen leben (Perspektivwechsel zwei), die der Herr ihr in dieser Zeit schenkt.
Die Synodalen und die ganze Synode sind überzeugt davon, dass die Frauen, Männer, Kinder und Jugendlichen in unserem Bistum in weiten pastoralen Räumen ansprechende Gemeinschaften bilden (Perspektivwechsel drei) und einander im Glauben stärken können. In gemeinsamen Beratungen, im Miteinander-Ringen, im Stocken und im Vorankommen – also durch das synodale Prinzip (Perspektivwechsel vier) – lässt die Kirche sich von der Freude an Jesus Christus und von seiner Botschaft inspirieren. 

Wozu brauchen wir dann noch ein Rahmenleitbild?

Allen, die in der Pfarrei leben und wirken, soll das Rahmenleitbild helfen, diese Vision und diesen Auftrag lebendig werden zu lassen. Immer wieder müssen wir uns fragen: Wozu sind wir Kirche? Bisherige Antworten passen nicht mehr; die Lebenswirklichkeiten der Menschen haben sich radikal verändert. Deshalb braucht es eine Veränderung in den Pfarreien, die sich mutig und radikal - im Sinne von „bis an die Wurzel (lat.: radix) gehend“- neu ausrichten: 

  • Zum einen an der Wurzel, die Jesus Christus ist, 
  • zum anderen an den Lebenswirklichkeiten der Menschen. 

Das Rahmenleitbild beschreibt den Weg, eine diakonisch-missionarische Kirche zu werden; es stellt immer wieder Fragen, die die Menschen in Gruppen, in Teams, an jedem Ort von Kirche in der Pfarrei miteinander diskutieren können und sollen. 

Sieben Leitsätze des Rahmenleitbildes

  1. Wir lassen uns von der Verheißung des Reiches Gottes leiten
  2. Wir gehen zu den Menschen und sind missio­narisch-diakonisch
  3. Wir denken vom Einzelnen her
  4. Wir nehmen Vielfalt als Gottes Geschenk an
  5. Wir entdecken und fördern Charismen
  6. Wir sind Gemeinschaft
  7. Wir teilen Verant­wortung 

Fünf Schritte pastoraler Planung

  1. Blick auf den synodalen Rahmen
  2. Wahrnehmung der Menschen und der Situation vor Ort
  3. Strategie entwickeln und Schwerpunkte setzen
  4. Maßnahmen planen und durchführen
  5. Auswertung und Weiter­entwick­lung Auf zwei Über­prüfungs­ebenen:
    1. Selbst­bewertung der Haupt- und Ehren­amtlichen in der Pfarrei der Zukunft
    2. Auswertung durch das Bistum im Rahmen der Visitation

Sieben Leitsätze fassen die wichtigsten Aussagen der Synode zusammen. An ihnen sollen die Pfarreien der Zukunft sich ausrichten.

Fünf Schritte der pastoralen Planung beschreiben den Weg, wie die Pfarreien der Zukunft arbeiten. In diese Planung sind die Gruppen, Gremien und alle Orte von Kirche einzu­beziehen.