Warum gehen wir auf den Friedhof?


Im November sind einige Gedenktage, an denen Menschen besonders an die Ver-storbenen denken. In der katholischen Kirche ist es der Allerseelentag. Am Volkstrauertag wird der Getöteten der Weltkriege gedacht. Und am Totensonntag denken evangelische Christen in besonderem Maße an die Menschen aus ihrem Umfeld, die gestorben sind. Oft werden an diesen Tagen die Gräber besonders geschmückt: Kränze oder Blumengestecke daraufgelegt, Kerzen angezündet. Und die Menschen besuchen die Gräber ihrer Familienangehörigen oder Freunde. Das machen Menschen natürlich auch in den anderen Monaten des Jahres. Aber warum gehen viele Menschen auf den Friedhof?
Natürlich um den Menschen nahe zu sein, die sie vermissen. Für viele Menschen ist das auf dem Friedhof leichter als zum Beispiel zu Hause. Sie brauchen einen Ort, um zu trauern.
Doch der Friedhof ist nicht nur ein Ort der Erinnerung und der Trauer, sondern auch ein Ort der Hoffnung. Weil der christliche Glaube sagt: Der Mensch, der gestorben ist, der bleibt nicht im Tod. Der wird auferstehen zum ewigen Leben bei Gott. Das können wir nicht verstehen oder uns vorstellen. Doch wir dürfen darauf vertrauen, weil Jesus nicht im Tod geblieben ist. Er ist auferstanden und lebt bei Gott, bei dem wir alle einmal leben werden.

Grablicht mit Rose