Verwaltung

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Zu jeder Pfarrei der Zukunft soll auch eine Kirchengemeinde (als Rechtsträger) gehören. Damit verändert sich die Vermögensverwaltung. Jede der bisher fast 900 Kirchengemeinden im Bistum ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und muss eine entsprechende Verwaltung und Gremienstruktur aufrechterhalten. Davon soll die Regelung „Eine Pfarrei = eine Kirchengemeinde der Zukunft“ die einzelnen Orte entlasten.

Obwohl das viele sehr kritisch sehen, will der Bischof an der konsequenten Umsetzung der Perspektivwechsel festhalten. Pfarreien sollen als weite pastorale Räume eingerichtet werden; die eine Kirchengemeinde soll einen stabilen Verwaltungs- und Organisationsrahmen bieten, in dem dann – ausgehend von den Lebenssituationen und dem Engagement der Menschen vor Ort – verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden können.


Pfarramt

Für die Verwaltung und die Organisation der Pfarrei ist der Pfarr-Ort (Arbeitstitel!) wichtig. Er hat eine für alle Orte von Kirche in der Pfarrei koordinierende und unterstützende, kommunikative und organisierende Funktion. Am Pfarr-Ort gibt es das Pfarramt (einschließlich der zentralen Verwaltung) der Pfarrei der Zukunft. Dort ist auch der Dienstsitz des Leitungsteams.

Der Pfarr-Ort ist nicht das (einzige) Zentrum der pastoralen Aktivitäten. Diese finden an den Orten von Kirche statt.


Verwaltungs-Prozesse

In der zentralen Verwaltung der Pfarrei der Zukunft werden alle Aufgaben und Teilaufgaben bearbeitet,

  • in denen etwas zu entscheiden ist,
  • bei denen ausgelagerte Aufgaben vorzubereiten bzw. Ergebnisse wieder zu übernehmen sind.

Die übrigen Verwaltungs-Aufgaben der Pfarreien sollen möglichst weitgehend an diözesane Unterstützungs-Systeme ausgelagert werden; diese Dienstleister für die Pfarreien sind für die Bereiche Rechnungswesen, Personalverwaltung und Liegenschaften vorgesehen.


Kirchenbüros & Verwaltungsteams

In der Pfarrei der Zukunft gibt es neben dem (einen) Pfarramt für die zentrale Verwaltung (ggfs. mehrere) Kirchenbüros für kommunikative und unterstützende Aufgaben in der Fläche. Die Zahl der Kirchenbüros wird von der Pfarrei der Zukunft festgelegt. Zur dezentralen Verwaltung von Vermögen und zur Bewirtschaftung von Immobilien können ehrenamtliche Verwaltungsteams eingerichtet werden. Ihre Mitglieder erhalten vom Leitungsteam ein Mandat und einen klar umschriebenen Auftrag. Sie können bei der Haushaltsplanung ein Budget beantragen und Maßnahmen in einem noch zu definierenden Rahmen eigenverantwortlich erledigen. Der Rat der Pfarrei führt die Aufsicht über die Verwaltungsteams.


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