Orgelrenovierung – Pfarrkirche St. Anna Morbach

Mittlerweile haben die Arbeiten durch die Orgelbaufirma Thomas Gaida (Wem-metsweiler/Saarland) an unserer Orgel begonnen. Sie ist momentan nicht spielbar, was sich z. Zt. in den Gottesdiensten bemerkbar macht. Die Orgel muss daher durch ein E-Piano zwischenzeitlich ersetzt werden. Schwere Teile, wie zum Beispiel der Orgelspieltisch, wurden bereits demontiert und mit Hilfe eines Hubkrans von der Empore verbracht. Sie werden nun in der Werkstatt der Fa. Gaida weiterbearbeitet, mitunter modernisiert, instandgesetzt und im Anschluss daran wieder vor Ort ein-gebaut. Neue Orgelteile (Orgelmotor mit Motorkasten, Teile des neuen Schwellwerkgehäuses) wurden schon angeliefert. Es handelt sich bei dieser Maßnahme nicht nur um eine längst überfällige Generalreinigung, sondern um einen komplet-ten Orgelumbau, quasi einer vielversprechenden Neukonzeption der Orgel, die sich die enorme Weiterentwicklung des Orgelbaus der letzten Jahre zu Nutze macht.
Durch Ersetzen der bisweilen mechanischen Spieltraktur durch eine elektrische Traktur sowie einer Registertraktur auf neuestem Stand werden größere Möglichkeiten zum künstlerischen Orgelspiel eröffnet. Dies wird auch durch Verwendung sogenannter auxiliarer Register möglich sein.
Wo sonst im klassischen Orgelbau immer nur genau eine bestimmte Pfeife einer bestimmten Taste (entweder im Manual oder Pedal) zugeordnet ist, wird es nun möglich sein, durch flexible Zuordnung der Pfeifen, die klanglichen Möglichkeiten enorm zu steigern. Konnte man früher z. B. die Klangfarben, also die verfügbaren Pfeifenreihen des Pedals nur im Pedal nut-zen, so werden diese nun auch im Manual spielbar sein - und umgekehrt! (Manual = Tastatur für die Hände / Pedal = Tastatur für die Füße)
Weitere Maßnahmen zu klanglichen Verbesserungen bestehen darin, dass ein neues Schwellwerk an der Emporenrückwand gebaut wird. In diesem Schwellwerk werden einige Register ihren Platz finden, die dann wie in einer verschlossenen Kiste platziert sind. Durch Betätigen des Schwellers öffnen sich die Lamellen des Schwellers, und somit kann die Lautstärke und Intensität dieser Klangfarben variiert werden. Jede Orgelpfeife wird von Hand gereinigt, bei Beschädigung repariert und neu intoniert. Dies bedeutet, dass der Klang der Pfeife optimiert wird und somit ein homogenes Klangbild erzeugt wird. Durch Einbau des neuen Orgelmotors wird auch eine Erhöhung des Winddruckes möglich sein, das sich auch wiederum positiv auf den Klang auswirken wird. Aufgrund all dieser Arbeiten werden wir uns voraussichtlich noch bis Ostern gedulden müssen bis unsere Orgel dann wieder in neuem Glanz zu hören sein wird.