Roratemessen in der Pfarreiengemeinschaft Morbach

Liebe Pfarrangehörige! 
 
Die Schriftstellerin Else Lasker-Schüler schreibt: »Störe die Advents- und Weih-nachtszeit nicht - über sie leuchtet der Engel der Liebe...«? 
Auch wir können ihr nicht entgehen, der Advents- und Weihnachtszeit. Selbst Men-schen, die mit Glauben und Kirche nicht viel anfangen können, kaufen Tannenzweige und Christbäume, stellen Kerzen auf, überlegen, was sie zu Weihnachten ver-schenken wollen und versuchen, in diesen Tagen ihren Mitmenschen mit neuer Freundlichkeit zu begegnen. 
Viele schauen auch mit Angst und Beklemmung auf diese besondere Zeit, weil in keiner anderen Zeit des Jahres die schmerzlichen Seiten des Lebens so hart erfahren werden wie jetzt: die Einsamkeit, die Lieblosigkeit, der Unfriede im Großen wie im Kleinen, die zerbrochenen Beziehungen, der Verlust lieber Menschen, die Sorge um den Arbeitsplatz. Sehnsucht bricht auf tief in unserer Seele...
Der Name Rorate ist entnommen aus dem Buch Jesaja, dort heißt es – rorate coeli – Tauet Himmel den Gerechten, Wolken regnet ihn herab …! Diese Bilder sind Bilder der Menschen des Vorderen Orients, Bilder eines Volkes, das in der Wüste unter-wegs war – und überlebensnotwendig auf den Tau der Nacht und den Regen ange-wiesen war.
Die Rorate-Messen wollen daher ein Abbild sein von der Ankunft Jesu in unserer Welt und in unseren Herzen. In unser Dunkel kommt das Licht. In unsere Dürre senkt sich der Tau. In unsere Wüsten gibt sich der Regen. 
Rorate-Messen sind eigentlich ein Fest solcher Sehnsüchte. 
 
In unserer Gemeinde wollen wir daher die Adventszeit ganz bewusst gestalten. Wir laden Sie ein, dieser Zeit einen besonderen Akzent zu geben und möchten gerne mit Ihnen am 03. / 10. / 17. Dezember in Morbach und am 12. Dezember in Hunolstein, jeweils um 06:00 Uhr, einen Rorate Gottesdienst feiern. Im Anschluss daran sind alle noch zu einem gemeinsamen Frühstück eingeladen.