Gottesdienst im Gedenken an die Verstorbenen

Wenn ein Mensch stirbt, so machen wir die Erfahrung, dass wir mit dem, was wir tun können, an ein Ende gekommen sind, an die Grenze schlechthin. Und doch können wir füreinander und für unsere Verstor­benen einstehen:
In der Phase des Sterbens können Angehörige und Freunde vor allem Dabei­bleiben – soweit es geht. Sie können einen Seelsorger rufen: für den Sterbenden und auch für sich selbst, zu Gespräch, Gebet und so gewünscht für die Kranken­salbung.

Wenn Ihr Ange­höriger gerade verstorben ist, scheuen Sie sich nicht, einen Seelsorger zu rufen, der Ihnen helfen kann, diesen Moment des Abschieds zu gestalten und den Verstor­benen in Gottes Hand zu geben. Herr Diakon Dr. Müller-Baußmann und ich stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Der Seelsorger, der die Trauer­feier hält, vereinbart einen Besuchs­termin mit Ihnen. Dort werden Sie dann gemeinsam u.a. die Gestaltung des Trauer­gottes­dienstes (Eucharis­tiefeier, Wortgottesdienst, in der Kirche, auf dem Friedhof …) besprechen können.

Trauer braucht aber auch Zeit. Gerade, wenn viele meinen, jetzt sei das Schlimmste überstanden, wird es manchmal für die Betroffenen noch sehr schwer. Die Seelsorger stehen zu Gesprächen gerne bereit. Eine seelsorgliche Unterstützung erfahren Sie aber auch in unserer Trauergruppe der Pfarreien­gemeinschaft Morbach, die sich jeden 2. Dienstag im Monat in den Räumlich­keiten des „Miteinander in Morbach“, Birkenfelderstr. 14, trifft.

Veröffentlichung und Vermeldung in der Kirche

Da die Gestaltung des Trauer­gottes­dienstes verschiedene Formen haben kann, wird auch in Zukunft bei der kirchlichen Vermeldung und Veröffent­lichung eine einheitliche Formu­lierung erfolgen. Künftig wird es heißen: Gottes­dienst im Gedenken an die Verstorbene / den Verstorbenen... Das heißt: der Gottes­dienst kann sowohl Sterbeamt als auch Wort­gottes­dienst resp. Wort­gottes­dienst mit Kommunion­feier sein.

Es ist ein guter Brauch, einige Wochen nach der Beerdigung noch ein Sterbeamt zu feiern. Einen guten Monat nach dem Tod kommen Angehörige und Freunde noch einmal zusammen, um der Verstorbenen zu gedenken. Auch das 1. Jahres­gedächtnis sammelt oft noch einmal die Angehörigen und Freunde.

Darüber hinaus besteht die Möglich­keit, in weiteren Mess­feiern namentlich einzelner Verstor­bener zu gedenken und für sie zu beten. Diese sogenannten „Mess­intentionen“ können Sie im Pfarr­büro anmelden. Einmal im Jahr laden wir am Aller­heiligen- oder Aller­seelentag (1./2. November) seitens der Pfarrei die Angehörigen der Verstorbenen des vergangenen Jahres zur Gottes­dienst­feier ein, um so noch einmal ausdrück­lich unserer Toten zu gedenken.

Daher wünsche ich allen Trauernden, was der berühmte Arzt, Theologe und Mis-sionar Albert Schweitzer einmal sagte: „Möge der Schmerz über den Verlust Dich nicht erdrücken und die Erinnerung an die gemein­same Zeit Dir genügend Kraft für die Zukunft geben.“

Michael Jakob, Pastor