Pfarrei der Zukunft

Entwurf zur Raumgliederung 

35 Pfarreien der Zukunft soll es künftig im Bistum Trier geben. Den Entwurf für eine neue Raumgliederung hat das Bistum am 24. März vorgestellt. Der Vorschlag ist ein erster Schritt in der Umsetzung der Diözesansynode.

Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg sagte, Ziel sei es, „neue Räume zu schaffen, die lokale Kirchenentwicklung diakonisch, missionarisch, gemeinschaftsstiftend, betend ermöglichen – offen für alle und orientiert an den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Menschen sowie an den sozialräumlichen Gegebenheiten vor Ort“. Es soll neues kirchliches Leben entstehen, aber auch Abschied genommen werden dürfen. Und schließlich soll die Pfarrei der Zukunft ein Netzwerk mit vielen Knotenpunkten sein, die auch zur Entlastung von Verwaltungsaufgaben führt.

Die Teilprozessgruppe „Raumgliederung“ wird die Rückmeldungen aus der Resonanzphase auswerten und in die endgültige Raumplanung einbeziehen. Der überarbeitete Entwurf wird den Mitgliedern der Diözesanen Gremien, der Leitungskonferenz und dem Bischof erneut zur Beratung vorgelegt. Danach trifft der Bischof die Entscheidung über den Zuschnitt der Pfarreien der Zukunft; die Pfarreien der Zukunft sollen voraussichtlich Anfang 2020 gegründet werden.

 

Vorentscheidung zur Vermögensfrage

In den Resonanzveranstaltungen ist eine Frage immer wieder gestellt worden: Was passiert mit dem Vermögen der Pfarreien?
Die Bistumsleitung hat jetzt eine Vorentscheidung zur Vermögensfrage getroffen: Für jede Pfarrei der Zukunft wird eine Kirchengemeinde errichtet. Es gehe nicht darum, jetzt einfach alles "in einen Topf zu werfen", betont Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. "Wir möchten, dass die Verantwortung vor Ort bleibt - in einem guten Zusammenspiel von ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden." Auch in den Kirchengemeinden der Pfarrei der Zukunft werde es möglich sein, Zweckbindungen zu setzen, und sich auch finanziell für eine bestimmte Aktion oder ein Gebäude einzusetzen. "Gleichzeitig bauen wir darauf, dass sich die Menschen in den Pfarreien der Zukunft als Teil dieser Einheit verstehen und dafür Sorge tragen wollen, dass die Kirchengemeinde insgesamt finanziell so gut aufgestellt ist, dass das kirchliche Leben an ganz vielen Orten und in ganz unterschiedlichen Formen möglich ist."

Konkret sieht der Vorschlag vor, die gegenwärtigen Kirchengemeinden sowie die Kirchengemeindeverbände als Rechtsform abzulösen. An ihre Stelle tritt für jede Pfarrei der Zukunft eine neue Kirchengemeinde. 
Die Bistumsleitung lädt die Mitglieder der Verwaltungsräte und alle Interessierten herzlich zu einer Informationsveranstaltung ein.  

Einladung zur Informationsveranstaltung für unsere Region
Donnerstag, 14. Sept. 2017, 19:00 - 21:30 Uhr in Simmern (Hunsrückhalle)
Freitag, 13. Okt. 2017, 19:00 - 21:30 Uhr in Trier (Robert-Schumann-Haus)

 

 

Alle Informationen zu den Pfarreien der Zukunft sind unter www.herausgerufen.bistum-trier.de zu finden. 

 

Quelle: © Bistum Trier